Endlich Urlaub! Den Daheimgebliebenen live vom Mittelmeerstrand zu berichten ist cool, doch die Rechnung kommt bestimmt. Nicht die einzige Kostenfalle beim Handy-Telefonieren.
Denn was es kostet, von Palma aus eine SMS zu verschicken oder zu telefonieren, weiß niemand so genau. Deshalb sollte man Folgendes beachten:
Versteckte Telefonkosten sind vielen nicht bewusst. Absurd aber wahr, wer angerufen wird, muss bezahlen. In Europa fallen zwischen 40 Cent und 1 Euro pro Minute an. Selbst anrufen ist natürlich noch kostspieliger. Unser Tipp: Unbedingt vor dem Urlaub den Netzbetreiber nach speziellen Auslandstarifen fragen.
Die Mailbox ist die Kostenfalle Nummer Eins. Schaltet man im Ausland sein Handy gelegentlich aus, landen die Gespräche auf der deutschen Mailbox. Und bei den meisten Mobilfunkbetreibern verursacht schon das Kosten von bis zu 4 Euro. Von den Kosten, die durch das Abhören der deutschen Mailbox entstehen, ganz zu schweigen. Unser Tipp: Unbedingt die Mailbox ausschalten – und zwar, bevor man Deutschland verlässt.
Fotografieren und dann das Bild per MMS an Freunde zu Hause in Deutschland schicken ist schlichtweg zu teuer. Je nach Netzbetreiber und Land können da schnell bis zu 3 Euro pro MMS anfallen. Unser Tipp: Schicken Sie also keine Multimedia-Nachrichten per MMS nach Hause. Wenn die bewährte Ansichtskarte nicht ausreichend ist, senden Sie lieber eine ganz normale SMS als Gruß an die Heimat. Die ist zwar auch teurer aber immer noch billiger als jedes Telefonat! Übrigens: Der Empfang von SMS im Ausland ist fast immer kostenlos.
Das richtige Netz sollte das Handy im Ausland automatisch finden. Dieses Einbuchen in das Netz des Partnerunternehmens der deutschen Gesellschaft ist praktisch. Doch leider können die Gesprächskosten nach Hause um bis zu 100 Prozent variieren, wenn das Handy ein teures Netz gefunden hat. Unser Tipp: Automatische Netzsuche des Handys abschalten und im Menü mit "Netz auswählen" das billigste Netz raussuchen. In welchem Netz man am günstigsten telefoniert, darüber sollte man sich allerdings schon vor dem Urlaub informieren. Weiterhelfen kann da die Hotline des Heimat-Netzbetreibers.
Der richtige Mobilfunkvertrag
Angesichts der Tatsache, dass der Vertragsschluss Sie bis auf wenige Ausnahmen mindestens zwei Jahre an einen Mobilfunkanbieter bindet, muss die Tarif- und Vertragsauswahl gründlich überlegt sein. Berücksichtigen Sie Ihr "Telefonierverhalten". Für absolute Wenigtelefonierer lohnen sich Prepaid-Karten, also Handys ohne Vertrag. Aber nur dann, wenn man wirklich nicht viel telefoniert (20 bis 30 Minuten im Monat) oder nur erreichbar sein möchte. Viele Menschen, besonders die, die zum ersten Mal ein Handy bekommen, verschätzen sich oft. Wenn man aber dann eine Wenigtelefonierer-Karte hat, hat man Pech – Upgrades auf bessere Konditionen gibt es nie ganz umsonst.
Je kürzer der Abrechnungstakt, desto besser. Denn ein "Entschuldigung. Falsch verbunden" ist dann halt nicht direkt eine ganze Minute wert. Ein kurzer Abrechnungstakt kostet zwar einen kleinen Aufpreis - der lohnt sich aber immer. Schlecht ist: Die erste Minute voll bezahlen, sogenannte 60/1 oder 60/60-Tarifoptionen. Übrigens: Tarifrechner gibt’s im Internet - aber auch hier Vorsicht: Viele strotzen nur so von Werbung und sind deshalb nicht unabhängig. Empfehlenswert: www.mobilfunk-guenstiger.de.
Kein Anschluss unter dieser Nummer?
Seit dem 1. November 2002 ist es bei einem Anbieterwechsel möglich, seine alte Rufnummer auch weiterhin zu nutzen. Die Rufnummern-Portabilität ist eigentlich seit 1996 durch das Telekommunikationsgesetz vorgeschrieben, doch "Technische Probleme" seitens der Mobilfunkanbieter haben dies jahrelang verhindert. Nun braucht man nicht mehr alle Freunde und Geschäftspartner über seine neue Handynummer zu informieren. So ganz umsonst ist der Wechsel aber nicht. Die Mobilfunkanbieter dürfen für den Wechsel zu einem anderen Anbieter Gebühren erheben - aber nicht in beliebiger Höhe. Lediglich der Aufwand, um die Rufnummer in die zentrale Portierungsdatenbank einzutragen, darf in Rechnung gestellt werden. Viele Anbieter übernehmen aber diese Kosten für Ihren neuen Kunden. Fragen Sie am besten vor dem Wechsel bei dem neuen Anbieter Ihrer Wahl nach.
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